Prof. Dr. Erkan Yıldırım ist in Istanbul in einer Privatpraxis für Thoraxchirurgie tätig. Die Klinik bietet eine moderne chirurgische Versorgung mit Schwerpunkt auf minimalinvasiven Verfahren bei Erkrankungen des Brustkorbs und der Lunge. Internationale Patienten werden sowohl in einer Privatpraxis in Şişli als auch im Hisar Intercontinental Hospital betreut.
Berufliche Akkreditierungen und Fachkompetenz
Die Klinik verfügt über eine offizielle Genehmigung des türkischen Gesundheitsministeriums für internationalen Gesundheitstourismus. Prof. Dr. Erkan Yıldırım ist ein erfahrener Thoraxchirurg mit über 25 Jahren klinischer Erfahrung. Er besitzt die europäische Facharztanerkennung für Thoraxchirurgie (EBTCS), die er 2002 erworben hat. Außerdem ist er Fellow der European Society of Thoracic and Cardiovascular Surgeons.
Prof. Yıldırım absolvierte zwischen 2007 und 2008 ein klinisches Fellowship in Lungentransplantation an der University of Toronto. In dieser Zeit war er an 89 Empfängeroperationen und fast 60 Eingriffen zur Entnahme von Spenderorganen beteiligt. 2012 beobachtete er außerdem eine Lungentransplantation mit Lebendspende am Kyoto University Hospital.
Thoraxonkologie und Lungenchirurgie
Die Praxis ist auf die chirurgische Behandlung von Tumoren der Lunge, der Speiseröhre und des Mediastinums spezialisiert. Das Team legt Wert auf eine frühzeitige Diagnose und eine präzise Stadieneinteilung bei Krebserkrankungen des Brustkorbs. Zur Diagnose kommen häufig verschiedene bildgebende und endoskopische Verfahren zum Einsatz:
- Bronchoskopie zur Stadieneinteilung von Lungenkrebs
- Ösophagoskopie mit Biopsie bei Tumoren der Speiseröhre
- PET-CT und MRT
- Endoskopische submukosale Dissektion (ESD) bei Krebserkrankungen im Frühstadium
Bei Lungen- und Thoraxoperationen setzt die Klinik uniportale VATS ein. Bei dieser videoassistierten Technik wird nur ein einziger Schnitt gesetzt, wodurch das Trauma der Brustwand reduziert wird. Patienten bleiben in der Regel 1 Tag im Krankenhaus und insgesamt etwa 2 Tage in der Türkei.
Eingriffe an Speiseröhre und Atemwegen
Die Klinik behandelt verschiedene Stadien von Speiseröhrenkrebs, darunter Plattenepithelkarzinome und Adenokarzinome. Die Chirurgen führen eine Ösophagektomie durch – dabei wird der Tumor entfernt und die Speiseröhre wieder mit dem Magen verbunden. Für diesen Eingriff ist ein Krankenhausaufenthalt von 5–7 Tagen sowie 1 Tag auf der Intensivstation erforderlich.
Erkrankungen der Atemwege und des Brustfells werden mit spezialisierten Eingriffen behandelt:
- Implantation selbstexpandierender Stents bei Trachealstenose (Verengung der Atemwege)
- Intrapleurale dauerhaft getunnelte Thoraxkatheter (IPCs) bei wiederkehrender Flüssigkeitsansammlung
- Videoassistierte Bullektomie bei bullöser Lungenerkrankung
- Thymektomie bei Thymomen oder Thymuszysten
Bei einer Trachealstent-Implantation bleiben Patienten üblicherweise 4–5 Tage in der Türkei. Für das Einsetzen eines IPC ist ein 3-tägiger Krankenhausaufenthalt erforderlich. Zur sicheren Überwachung beträgt der gesamte Aufenthalt etwa 6 Tage.
Chirurgie der Brustwand und Schweißdrüsen
Prof. Yıldırım korrigiert Brustwanddeformitäten wie Pectus excavatum (Trichterbrust) und Pectus carinatum (Kielbrust). Die Klinik wendet Nuss- und Abramson-Verfahren an – minimalinvasive Techniken, die die natürliche Form des Brustkorbs mit geringerer Narbenbildung wiederherstellen.
Bei Patienten mit schwerer primärer Hyperhidrose (übermäßigem Schwitzen) oder Gesichtsrötung führt das Team eine endoskopische thorakale Sympathektomie (ETS) durch. Die Chirurgen verwenden Clip-Verfahren, um gezielt bestimmte Nervenbereiche zu behandeln. Dadurch kann das Schwitzen an Händen, unter den Armen oder im Gesicht reduziert werden.
Services für internationale Patienten
Die Klinik ist für den Gesundheitstourismus zugelassen und richtet ihre Betreuung gezielt auf internationale Patienten aus. Medizinische Beratung und Unterstützung werden auf Englisch, Russisch, Arabisch und Deutsch angeboten. Die Praxis koordiniert die Planung des Krankenhausaufenthalts entsprechend der Komplexität des jeweiligen Eingriffs.
Präoperative Beratungen zu Anästhesie und Thoraxerkrankungen sind in der Regel in die Operationsplanung eingebunden. Bei größeren Eingriffen wie einer Ösophagektomie umfasst die Nachsorge den täglichen Verbandswechsel. Die Fäden werden etwa 10 Tage nach dem Eingriff entfernt.