Ideale Kandidaten für die All-on-6-Behandlung sind Patienten, die die meisten oder alle Zähne in einem Kiefer verloren haben und über eine ausreichende Kieferknochendichte verfügen, um sechs vertikale Implantate zu tragen. Dieses Verfahren eignet sich für Patienten, die eine dauerhafte, festsitzende Alternative zu Zahnprothesen suchen und dabei eine höhere Stabilität für einen stärkeren, natürlicheren Biss und eine langfristige Mundfunktion wünschen.
- Knochenvolumen: Eine Knochenhöhe von mindestens 10 mm ist erforderlich, um einen Sinuslift oder aufwendige Knochentransplantationen zu vermeiden.
- Mundgesundheit: Für eine erfolgreiche Implantation dürfen die Patienten keine aktive Parodontitis haben.
- Allgemeines Wohlbefinden: Die besten Ergebnisse werden bei Patienten mit kontrollierten chronischen Erkrankungen und stabilen HbA1c-Werten erzielt.
- Tabakkonsum: Nichtraucher haben eine deutlich höhere Erfolgsquote; es wird dringend empfohlen, 2 Monate vor dem geplanten Rauchstoppdatum mit dem Rauchen aufzuhören.
Expertenmeinung von Bookimed: Daten türkischer Kliniken wie WestDent und Nifa Dent zeigen, dass bei breiteren Kiefern das All-on-6-System dem All-on-4-System vorzuziehen ist. Zwar ist das All-on-4-System eine hervorragende Lösung bei Knochenschwund, doch die Konfiguration mit sechs Implantaten bietet die notwendige Redundanz. Sollte ein Implantat ausfallen, können die verbleibenden fünf die Brücke oft weiterhin stützen und so ein vollständiges Versagen des Systems verhindern.
Patientenfeedback: Patienten empfehlen dringend eine präoperative CT-Untersuchung, um die Knochenhöhe zu bestätigen und ungeplante Knochentransplantationen zu vermeiden. Viele raten dazu, bei Zähneknirschen die Anschaffung einer Aufbissschiene einzuplanen, um die neuen Zirkonkronen vor Absplitterungen zu schützen.