In der Türkei müssen Nierenspender mindestens 18 Jahre alt und bei bester Gesundheit sein. Ausländische Patienten müssen einen eigenen lebenden Spender mitbringen, da verstorbene türkische Staatsbürger keine Organe an Nicht-Staatsbürger spenden dürfen. Die Eignung zur Organspende hängt in erster Linie von nachgewiesenen familiären Bindungen oder der Genehmigung durch eine Ethikkommission ab.
- Verwandtschaftsgrad: Verwandte bis zum vierten Verwandtschaftsgrad sind ohne Genehmigung durch die Ethikkommission zur Teilnahme berechtigt.
- Spende durch den Ehepartner: Ehepartner sind grundsätzlich zur Spende berechtigt, in einigen Fällen kann jedoch eine zweijährige Ehe erforderlich sein.
- Fremdspender: Fremdspender müssen sich einer regionalen Ethikprüfung unterziehen, um nachzuweisen, dass ihre Motive rein altruistisch sind.
- Medizinische Voraussetzungen: Spender dürfen nicht an Diabetes, Bluthochdruck, aktivem Krebs oder einer bestehenden Nierenerkrankung leiden.
- Dokumentation: Verwandtschaftsnachweise müssen notariell beglaubigt, ins Türkische übersetzt und von den Konsulaten beglaubigt werden.
Expertenmeinung von Bookimed: Obwohl viele eine Fremdspenderspende für unmöglich halten, haben türkische Ethikkommissionen bereits mehrere Fälle aufgrund dokumentierter, langjähriger freundschaftlicher Beziehungen genehmigt. Kliniken wie das Liv-Krankenhaus der Istinye-Universität bieten verlängerte Hotelaufenthalte von bis zu 30 Tagen an. Diese Zeitspanne ist entscheidend, da die Prüfung durch die Ethikkommission mehrere Tage vor der Operation dauern kann.
Patientenfeedback: Die Patienten betonen, wie wichtig es ist, alle Dokumente, die die Verwandtschaft belegen, vor der Ankunft übersetzen und notariell beglaubigen zu lassen. Sie geben an, sich dank der gründlichen Gespräche mit dem Komitee, die ethische Standards und die Sicherheit der Spender gewährleisten, sicher zu fühlen.