Das Rehabilitationszentrum Renaissance ist eine private Einrichtung in Opole, Polen. Das Zentrum befindet sich in einem Gebäude und verfügt über drei spezialisierte Abteilungen. Es betreut Patientinnen und Patienten aus Deutschland, Tschechien, Lettland, Litauen, Estland und der Ukraine. Zum medizinischen Team gehören drei Ärzte, die sich auf die Wiederherstellung des Wohlbefindens der ganzen Person konzentrieren – nicht nur darauf, den Substanzkonsum zu beenden.
Wichtige Fakten und medizinisches Team
Das Zentrum verbindet psychologische Betreuung mit körperlicher und sozialer Rehabilitation. Dr. Dmitry Zapadinsky leitet den medizinischen Bereich. Seit 2004 betreut er Rehabilitationsprogramme bei Suchterkrankungen und war Mitbegründer eines internationalen Netzwerks von Rehabilitationszentren.
Dr. Mikhail Glivko ist ein zertifizierter Psychotherapeut für Suchterkrankungen mit rund 20 Jahren Erfahrung. Er ist auf Fälle mit Doppeldiagnosen spezialisiert – dabei werden Patientinnen und Patienten mit Suchterkrankungen und gleichzeitigem HIV oder viraler Hepatitis behandelt. Dr. Alina Zapadinskaya, eine auf die Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen spezialisierte Psychotherapeutin, vervollständigt das Team.
Spezialisierungen und Behandlungsmethoden
Renaissance behandelt verschiedene Arten von Suchterkrankungen und damit verbundene Verhaltensstörungen. Jede teilnehmende Person erhält einen individuellen Behandlungsplan, der auf ihrer Vorgeschichte, ihrem körperlichen Zustand und ihrer Motivation basiert:
- Behandlung von Drogenabhängigkeit bei Kokain-, Heroin-, Amphetamin- und synthetischem Drogenkonsum
- Rehabilitation bei Alkoholabhängigkeit in allen Stadien der Abhängigkeit
- Unterstützung bei Spielsucht bei pathologischem Glücksspiel, Sportwetten und Online-Casinos
- Therapie bei Essstörungen wie Magersucht, Bulimie und zwanghaftem Überessen
- Psychologische Unterstützung bei Depressionen, Angstzuständen und PTBS
Die Behandlung von Drogen- und Alkoholabhängigkeit beginnt mit einem sicheren Entzug und der Stabilisierung in einer Krisensituation. Rehabilitationsprogramme bei Alkoholabhängigkeit dauern mindestens drei Wochen. Der Tagesablauf umfasst morgendliche Gruppensitzungen und wöchentliche Einzelpsychotherapie. Fachkräfte setzen Kunsttherapie und körperorientierte Methoden ein, um Traumata und destruktive Denkmuster zu bearbeiten. Bei Spielsucht hilft Familientherapie dabei, das Vertrauen zwischen den Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen wiederherzustellen.
Das Zentrum bietet außerdem ein Peer-to-Peer-Rehabilitationsprogramm an. Patientinnen und Patienten kommen mit Beraterinnen und Beratern in Kontakt, die selbst eine Rehabilitation abgeschlossen haben. Diese Mentorinnen und Mentoren unterstützen sie auf Grundlage gemeinsamer Erfahrungen, ohne klinischen Druck auszuüben. Nach dem stationären Programm trägt eine strukturierte Nachsorge dazu bei, Rückfälle zu vermeiden. Dazu gehören Online-Selbsthilfegruppen, Motivationsgespräche und Unterstützung durch Peers.
Sicherheitsprotokolle und Umfeld für die Genesung
Renaissance verfolgt bei allen medizinischen Maßnahmen einen einwilligungsbasierten Ansatz. Jede Patientin und jeder Patient unterzeichnet einen Behandlungsvertrag, in dem Rechte, Leistungen und Hausordnung festgehalten sind. Patientinnen und Patienten haben uneingeschränkten Zugang zu ihren medizinischen Unterlagen, einschließlich ihrer Vorgeschichte und Testergebnisse.
Das Umfeld für die Genesung ist warm und vertrauensvoll. Die Zimmer sind für zwei Personen ausgelegt. Es werden täglich fünf Mahlzeiten serviert – drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten. Das Küchenteam kann die Speisepläne an spezielle Ernährungsweisen oder Lebensmittelunverträglichkeiten anpassen.
Services für internationale Patientinnen und Patienten
Die Klinik ist darauf ausgerichtet, internationale Patientinnen und Patienten aus ganz Europa zu unterstützen. Das medizinische Team bietet Beratungen auf Russisch und Ukrainisch an. Das Zentrum organisiert Transfers für Teilnehmende, die aus verschiedenen Teilen Europas anreisen. Während ihres Aufenthalts können Patientinnen und Patienten über WLAN mit ihrer Familie in Kontakt bleiben. Nach der Entlassung helfen Online-Chats und digitale Gruppen den Teilnehmenden, bei ihrer Rückkehr in den Alltag Halt zu finden.