Das Cyprus IVF Hospital ist eine private Kinderwunschklinik in Famagusta, Nordzypern. Die 2008 als Teil des Cyprus Central Hospital gegründete Klinik ist auf assistierte Reproduktion und eine umfassende Kinderwunschbehandlung spezialisiert.
Akkreditierungen und professionelle Anerkennung
Die Einrichtung war das erste private Krankenhaus in Nordzypern, das die Zertifizierung ISO 9001 erhielt. Außerdem verfügt sie über die Zertifizierung ISO 27001 für Informationssicherheit und arbeitet nach den ESHRE-Standards. Die European Fertility Society verlieh der Klinik das Patient-Centred Care Clinic Certificate.
Mehrere Auszeichnungen unterstreichen die Qualität der Patientenerfahrung:
- Fertility Care Award für herausragende Patientenerfahrung
- Best Fertility Patient Care Assistant Award
- Anerkennung im Rahmen des EFS-Programms für patientenzentrierte Kliniken (PCCCP)
Diese Auszeichnungen spiegeln den Schwerpunkt der Klinik auf emotionaler und psychologischer Unterstützung während der Behandlung wider.
Kinderwunschbehandlungen und Erfolgsraten
Das Krankenhaus bietet vielfältige Behandlungsmöglichkeiten der assistierten Reproduktion, darunter Spenderprogramme und reziproke IVF. Die Erfolgsraten werden anhand aktueller klinischer Daten für die verschiedenen Behandlungskategorien erfasst. Bei der Embryonenspende liegen die Erfolgsraten bei bis zu 91 %, bei der Eizellspende bei bis zu 86 %.
Bei Standard-IVF-ICSI-Behandlungen werden Erfolgsraten von bis zu 68 % angegeben. Mit genetischem Screening berichtet die Klinik über eine durchschnittliche Erfolgsrate von 72 % über alle Altersgruppen hinweg. Zu den spezialisierten Programmen gehören ROPA für gleichgeschlechtliche weibliche Paare und Tandem-IVF, bei der die Eizellen der Patientin und einer Spenderin kombiniert werden.
Dr. Serap Kagan leitet das medizinische Team als Ärztliche Direktorin und IVF-Spezialistin. Sie war die erste zertifizierte IVF-Spezialistin in Nordzypern. Dr. Kagan absolvierte ihre Ausbildung an der Ankara-Universität und verfügt über rund 30 Jahre Erfahrung in der Reproduktionsmedizin.
Die reproduktionsmedizinische Abteilung bietet chirurgische und nicht-chirurgische Eingriffe an:
- Hysteroskopie und Laparoskopie zur Diagnose und Behandlung
- Hysterosalpingografie (HSG) zur Überprüfung der Durchgängigkeit der Eileiter
- TESA – Spermiengewinnung bei männlicher Unfruchtbarkeit
- Vasektomie-Umkehr und Assisted Hatching
- Endometrium-Scratch zur Verbesserung der Einnistung
Jeder Behandlungsplan wird vor der Anreise der Patientin aus der Ferne abgestimmt. So lässt sich die Reisezeit verkürzen.
Labortechnologien und Ausstattung
Das Embryologielabor nutzt moderne Technologien, um die Embryonenauswahl und die Ergebnisse der Embryokultur zu verbessern. Der MIRI Time-Lapse-Inkubator überwacht Embryonen kontinuierlich, ohne ihre Umgebung zu stören. Die mikrofluidische Technologie ZyMōt wählt die lebensfähigsten Spermien aus.
Für eine detaillierte Beurteilung der männlichen Fruchtbarkeit nutzt die Klinik CASA – ein computergestütztes Spermienanalysegerät. Das Labor bietet außerdem IMSI an, bei dem Spermien mithilfe einer hochauflösenden Mikroskopie nach optimaler Morphologie ausgewählt werden. Zu den genetischen Untersuchungen gehört PGT-A, mit dem vor dem Transfer chromosomal gesunde Embryonen identifiziert werden.
Zusätzliche Laborangebote unterstützen die Einnistung und die frühe Schwangerschaft:
- Embryo Glue – ein Transfermedium mit Hyaluronan
- Intralipid Serum – zur Regulierung des Immunsystems
- KI-gestützte Embryonenbeurteilung für eine objektive Auswahl
Diese Verfahren gehören zum standardmäßigen Laborablauf und sollen die Chancen auf eine Schwangerschaft verbessern.
Services für internationale Patientinnen und Patienten
Das Krankenhaus bietet ein strukturiertes Programm für internationale Patientinnen und Patienten. Die Koordination aus der Ferne beginnt mit einem Videoanruf mit dem medizinischen Team und den Patientenkoordinatoren. Patientinnen und Patienten können Bluttests und Befunde aus den vergangenen drei Monaten einreichen, sodass diagnostische Untersuchungen nicht wiederholt werden müssen.
Zu den Services gehören Flughafentransfers und Unterstützung bei der Unterkunft vor Ort. Drei flexible Unterkunftsmöglichkeiten erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse. Die Koordinatoren kümmern sich um die gesamte Organisation, damit sich die Patientinnen und Patienten ganz auf ihre Behandlung konzentrieren können.