Das Beijing Puhua International Hospital ist eine private Einrichtung mit mehreren Fachgebieten im Pekinger Stadtbezirk Dongcheng. Das Krankenhaus verfügt über 600 Betten und 111 Ärzte. Es bietet technologiegestützte Behandlungspfade für neurologische, orthopädische und rehabilitative Bedürfnisse. Zur Einrichtung gehören spezialisierte Zentren für digitale Orthopädie und die Wiederherstellung des Darmmikrobioms.
Fortschrittliche Neurochirurgie und Neurologie
Die neurochirurgische Abteilung konzentriert sich auf die robotergestützte stereotaktische Gehirnchirurgie. Diese Technik ermöglicht eine hohe Präzision bei komplexen Eingriffen. Fachärzte behandeln mit diesen Methoden verschiedene Erkrankungen:
- Zerebralparese und Unterstützung der neurologischen Entwicklung
- Parkinson-Krankheit und Bewegungsstörungen
- Hirntumoren, einschließlich Gliomen und Meningeomen
- Epilepsie und Anfallsleiden
- Erholung nach akuten Hirnverletzungen
Die Chirurgen integrieren die Nervenwachstumsfaktor-Therapie in den chirurgischen Ablauf. Dabei werden neurotrophe Faktoren injiziert, um die Reparatur von Nervengewebe zu unterstützen. Das Krankenhaus bietet außerdem fokussierten Ultraschall (MRgFUS) als nicht-chirurgische Option bei ausgewählten neurologischen Erkrankungen an.
Zur Immunmodulation bietet das Krankenhaus ein multidisziplinäres IVIG-Programm an. Neurologen und Ernährungsfachkräfte koordinieren gemeinsam jeden Behandlungsplan. Vor Therapiebeginn werden bei den Patienten Lymphozytensubpopulationen untersucht und Zytokinprofile erstellt. Dieser strukturierte Ansatz stellt sicher, dass die Immunmodulation auf das klinische Profil jedes Patienten abgestimmt ist.
Digitale Orthopädie und Wirbelsäulenversorgung
Das Smart Digital Orthopedics Center nutzt das Navigationssystem Medtronic AiBLE. Diese Technologie verbindet Bildgebung und Instrumentierung und ermöglicht so eine effiziente Operationsplanung. Das Wirbelsäulenteam führt robotergestützte Eingriffe bei Bandscheibenvorfällen und Wirbelsäulendeformitäten wie Skoliose durch. Die Chirurgen bevorzugen Implantate, die die natürliche Beweglichkeit erhalten und benachbarte Wirbelsäulensegmente schützen.
Mikrobiomtherapie und Gastroenterologie
Das Krankenhaus bietet ein spezialisiertes Programm für die Fäkale Mikrobiota-Transplantation (FMT) an. Diese Therapie hilft, Entzündungen bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn zu behandeln. Das Programm greift auf eine Datenbank mit mehr als 14.000 geprüften Spendern zurück, um die Sicherheit zu gewährleisten. Eine KI-gestützte Zuordnung hilft den Fachärzten, für jeden Patienten den am besten geeigneten Spender auszuwählen.
FMT-Präparate werden in einem Biosicherheitslabor unter GMP-Standards hergestellt. Patienten können die Therapie in zwei Darreichungsformen erhalten:
- Lebende Bakterienlösung, verabreicht durch endoskopisches Spray oder Einlauf
- Lyophilisierte magensaftresistente Kapseln zur oralen Einnahme
Qualitätskontrollverfahren stellen sicher, dass die Lebensfähigkeit der Stämme bei mindestens 80 % liegt. Vor der klinischen Anwendung wird jede Charge von nationalen Instituten auf Krankheitserreger getestet.
Technologie und Diagnostik
Das Beijing Puhua International Hospital setzt bei Eingriffen am Gehirn und an der Wirbelsäule robotergestützte Systeme ein. Das Robotersystem MAZOR X unterstützt die präoperative Planung durch Echtzeitvisualisierung. Zu den diagnostischen Geräten vor Ort gehören ein spezieller CT-Scanner und Röntgenräume für eine schnelle Untersuchung. Diese Möglichkeiten unterstützen den Fokus des Krankenhauses auf minimalinvasive Verfahren in allen wichtigen Fachgebieten.
Services für internationale Patienten
Das Krankenhaus unterstützt Familien bei der Reise nach Peking zur Behandlung. Spezielle Koordinatoren helfen bei Einladungsschreiben für Visa und der praktischen Reiseplanung. Mehrsprachige Dolmetscher folgen einem strukturierten Ablauf, um bei Behandlungsentscheidungen eine klare Kommunikation sicherzustellen. Das Betreuungsteam hilft außerdem bei der Unterkunft und der Organisation vor Ort.
Vor der Entlassung bestätigt das Team die Kontakte für die Nachsorge und den Zeitpunkt der erneuten Beurteilung. Das Krankenhaus übermittelt alle medizinischen Unterlagen an die behandelnden Ärzte des Patienten vor Ort. Dieser koordinierte Prozess trägt dazu bei, die Kontinuität der Versorgung nach der Rückkehr des Patienten nach Hause zu gewährleisten.