Die Cochlea-Implantat-Operation in der Türkei ist ein routinemäßiger, 1,5 bis 2,5-stündiger Eingriff, der unter Vollnarkose durchgeführt wird. Chirurgen setzen einen kleinen Schnitt hinter dem Ohr, um einen internen Empfänger zu platzieren und ein Elektroden-Array in die Cochlea einzuführen, wodurch Tonsignale an den Hörnerv weitergeleitet werden.
- Chirurgischer Zugang: Chirurgen machen einen 5 cm langen Schnitt, um den Warzenfortsatz hinter dem Ohr zu erreichen.
- Interne Platzierung: Der Empfänger-Stimulator wird in einer Tasche zwischen Schädelknochen und Muskel fixiert.
- Elektrodeneinführung: Ein dünner Draht gelangt über das runde Fenster oder eine kleine Cochleostomie in die Cochlea.
- Intraoperative Tests: Teams verwenden die neuronale Antwort-Telemetrie, um zu bestätigen, dass das Gerät mit dem Nerv kommuniziert.
- Nervensicherheit: Spezialisten verwenden ein Live-Monitoring des Gesichtsnervs, um die umliegenden Gesichtsmuskeln während des Bohrens zu schützen.
Bookimed-Experteneinblick: Während viele globale Kliniken ambulante Operationen anbieten, beinhalten erstklassige türkische Zentren wie das Hisar Hospital oder Memorial Sisli standardmäßig 2 Tage Krankenhausaufenthalt. Diese zusätzliche Nacht ermöglicht es den Chirurgen, vor der Entlassung ein CT-Scan zur Kontrolle durchzuführen, um den Patienten die exakte Platzierung des Elektroden-Arrays zu zeigen und so ein höheres Maß an unmittelbarer postoperativer Sicherheit zu bieten.
Patientenkonsens: Patienten berichten, dass sich die Operation zwar schnell und schmerzlos anfühlt, das eigentliche Warten jedoch nach der Entlassung beginnt. Das Gerät bleibt 3–4 Wochen inaktiv, damit die Schwellung abklingen kann, bevor die endgültige Anpassung und Klangaktivierung erfolgt.